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München

Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus e.V.: Medienpreis Luft- und Raumfahrt 2018 geht an vier Journalistenteams für ihre Beiträge in DER SPIEGEL, WDR und ZEIT ONLINE - Sonderpreis für Hamburger Abendblatt

Preisträger und Nominierte bei der Verleihung des Medienpreises Luft- und Raumfahrt 2018
Preisträger und Nominierte bei der Verleihung des Medienpreises Luft- und Raumfahrt 2018
Vier Journalistenteams wurden am gestrigen Abend mit dem renommierten Medienpreis Luft- und Raumfahrt ausgezeichnet, den der Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus jährlich in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen sowie Online verleiht. Der Festakt fand im Hangar der RUAG Aviation am Sonderflughafen in Oberpfaffenhofen bei München statt.

Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt ist in den Kategorien Print sowie Hörfunk und Fernsehen mit je 5.000 Euro dotiert, die der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) stiftet. Die Preiskategorie Online wird ebenfalls in Höhe von 5.000 Euro von dem am bayerischen Luft- und Raumfahrtstandort Oberpfaffenhofen beheimateten Unternehmen Asto Future Accelerator unterstützt. Pro Kategorie werden je drei Beiträge nominiert. Jede Nominierung ist mit 1.000 Euro dotiert. Hinzu kommt ein Sonderpreis in Höhe von 2.000 Euro für kleinere und mittlere Zeitungsredaktionen. Der Preis zeichnet Beiträge von Nicht-Fachjournalisten aus, die auch für Laien verständlich komplexe und oft komplizierte Themen der Luft- und Raumfahrt veranschaulichen.

Ausgezeichnet wurde der Print-Beitrag „Lovehansa” von Martin U. Müller, Dinah Deckstein, Hauke Goos und Sven Böll, veröffentlicht in „Der Spiegel”: Gute Zahlen, ein steigender Aktienkurs und die Insolvenz von Air Berlin: Bei Lufthansa scheint es zu laufen. Aber das Unternehmen muss weiter kämpfen, um sich im harten globalen Wettbewerb zu behaupten.

Der Preis in der Kategorie Hörfunk und Fernsehen ging an den Fernsehbeitrag Sendung mit der Maus: Sonne-Erde-Spezial“ mit Alexander Gerst von Jan Marschner (flash Filmproduktion) und WDR-Redakteur Joachim Lachmuth, gesendet im WDR: Warum der Mond jede Nacht ein wenig anders aussieht, das verrät Alexander Gerst am eigens für die Maus entwickelten Planetenmodell.

In der Preiskategorie Online setzten sich Kai Biermann, Paul Blickle, Lennart Hildebrandt, Julian Stahnke und Sascha Venohr von “ZEIT ONLINE” mit dem Beitrag Treibstoff für den Syrienkriegdurch: Die Flugbereitschaft der Bundeswehr bringt Politiker von Termin zu Termin. Interne Daten zeigen, wie ihre Flugzeuge auch Bomber über Syrien betanken.

Einen Sonderpreis für Regionalzeitungen in Höhe von 2.000 Euro erhielten Wolfgang Horch und Michael Rauhe vom Hamburger Abendblatt für den Beitrag „24 Stunden bei Airbus in Finkenwerder“, der zeigt, was eigentlich bei Airbus nachts um halb eins geschieht und wie man an einem A321 die Flügel montiert. Die 24-Stunden-Reportage gibt Auskunft.

Weitere Beiträge gewürdigt

Folgende nominierte Beiträge wurden bei dem Festakt außerdem hervorgehoben:

Kategorie Print
Der Beitrag Selfies vom Planetenvon Christian Endt und Dalila Keller (Süddeutsche Zeitung): Vulkane beobachten, Grenzen überwachen. Eine neue Generation von Erdbeobachtungs-Satelliten erweitert die Möglichkeiten der Erderkundung.

Die Himmelsstürmervon Andreas Menn (Wirtschaftswoche) beschreibt das Wettrennen im Weltall: Internet-Milliardäre und Raumfahrtagenturen wollen den Kosmos kommerzialisieren. Ein planetarischer Goldrausch, bei dem auch deutsche Unternehmen dabei sind.

Kategorie Hörfunk und Fernsehen
Der Fernsehbeitrag (Alb-)Traumjob Pilotvon Frido Essen und Team (Radio Bremen im Ersten) fragt: “Pilot - ein Traumjob, mit dem sich viel Geld verdienen lässt?” Für die Kapitäne der großen Luftfahrtgesellschaften mag das noch gelten. Doch der Alltag sieht für viele Piloten ganz anders aus.

Der Hörfunkbeitrag Raumschiff Botanikavon Anneke Meyer (Deutschlandfunk) widmet sich dem Thema: Unendliche Weiten und weit und breit nichts zu essen. Wer in die ungastliche Umgebung des Weltraums vorstoßen will, der braucht eine kluge Lösung für das Verpflegungsproblem.

Kategorie Online
Der Beitrag Grenzwächter der Lüfte” von Julian Schmidli und seinem Team (SRF) beschreibt: Die Schweizer Armee setzt Drohnen zur Grenzüberwachung ein im Kampf gegen Kriminaltourismus. Im Visier sind auch Flüchtlinge.

 „Ich habe im Kopf berechnet, wie lange wir noch überleben” von Eva Wolfangel und Simon Sticker (Spiegel online) erzählt: Im Sternenstädtchen bei Moskau werden aus Kampfpiloten und Wissenschaftlern Astronauten und Kosmonauten. Und sie werden zu Helden. Ein Besuch bei Alexander Gerst und seinen russischen Kollegen.

Preis wird auch 2019 ausgeschrieben

Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt wird auch für das Jahr 2019 wieder ausgelobt. Eingesendet werden können Beiträge, die in einem deutschsprachigen Medium im Kalenderjahr 2018 erstmals veröffentlicht oder gesendet worden sind. Einsendeschluss ist Ende März 2019. Die Jury nominiert pro Kategorie die jeweils drei besten Beiträge. Die Bekanntgabe der ersten Preisträger erfolgt im Rahmen eines Festaktes im Spätherbst.

Auslobung Sonderpreis zur Berichterstattung "70 Jahre Berliner Luftbrücke" durch die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB)

Anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Berliner Luftbrücke in diesem Jahr lobt die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) im Rahmen des Medienpreises Luft- und Raumfahrt 2019 einmalig einen Sonderpreis in Höhe von 5.000 Euro für Beiträge aus, die sich diesem Thema widmen. Eine Kategorie ist dabei nicht vorgegeben.

OHB neuer Sponsor des Medienpreises Luft- und Raumfahrt

2019 wird auch das Raumfahrtunternehmen OHB SE zu den Unterstützern und Förderern des Medienpreises Luft- und Raumfahrt zählen. Der OHB-Standort in Oberpfaffenhofen bei München wird 2019 auch Austragungsort des Festaktes des Medienpreises Luft- und Raumfahrt.

Hintergrund

Ausgeschrieben und verliehen wird der Medienpreis Luft- und Raumfahrt vom Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus e.V. mit Sitz in der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München. Unter dem Patronat des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) ist diese unter deutschen Medien sehr begehrte Auszeichnung ein unabhängiger Branchenpreis, hinter dem ein breiter Zusammenschluss von Unterstützern aus der Luft- und Raumfahrt steht. Hervorgegangen ist der Preis aus dem 2004 vom europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (heute Airbus) gestifteten Ludwig-Bölkow-Journalistenpreis. Weiterhin unterstützt die MTU Aero Engines seit vielen Jahren diesen wichtigen Branchenpreis.

Die Jury

Der namhaften Jury unter Leitung der Deutschen Journalistenschule (DJS) gehören folgende Mitglieder an:

  • Volker K. Thomalla, Chefredakteur BART international und Geschäftsführer German Business Aviation Association sowie Vorsitzender des Vereins zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus
  • Vanessa Wormer, Süddeutsche Zeitung
  • Ernst August Ginten, Die Welt
  • Martin Prem, Münchner Merkur

Sowie die letztjährigen Preisträger:

  • Dr. Claus Hecking, DIE ZEIT
  • Moritz Metz, Deutschlandradio Kultur
  • Andre Pätzold, Berliner Morgenpost
  • Julius Lukas, Mitteldeutsche Zeitung

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter
www.medienpreis-luft-und-raumfahrt.de

Ansprechpartner:
Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus

c/o Deutsche Journalistenschule, Hultschiner Straße 8/4, 81677 München

Thomas Warg
Geschäftsführung

Tel: 08092-336601
E-Mail: [email protected]