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München/Berlin

Sechzehn Journalisten mit dem Medienpreis Luft- und Raumfahrt ausgezeichnet

Sechzehn Journalisten mit dem Medienpreis Luft- und Raumfahrt ausgezeichnet
Sechzehn Journalisten mit dem Medienpreis Luft- und Raumfahrt ausgezeichnet
Mit dem renommierten Medienpreis Luft- und Raumfahrt wurden am 11.11.2021 am Standort der ArianeGroup in München während eines Livestream 16 Journalistinnen und Journalisten feierlich ausgezeichnet. Den Preis verleiht der Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus jährlich in den Kategorien Print, Hörfunk/Fernsehen, Online, Nachwuchs und Regionales.

Medienpreis

Die Preisverleihung auf YouTube

Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt zeichnet Beiträge von Nicht-Fachjournalisten aus, die auch für Laien verständlich komplexe und oft komplizierte Themen der Luft- und Raumfahrt veranschaulichen. Der Preis ist in den Kategorien Print sowie Hörfunk/Fernsehen mit je 5.000 Euro dotiert, die der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) stiftet. Die Preiskategorie Online, ebenfalls mit 5.000 Euro dotiert, wird von dem bayerischen Luft- und Raumfahrtunternehmen asto Future Accelerator unterstützt. Pro Kategorie werden bis zu drei Beiträge nominiert. Jede Nominierung ist mit 1.000 Euro dotiert. Hinzu kommt ein Sonderpreis in Höhe von 2.000 Euro für journalistische Leistungen kleinerer Zeitungsredaktionen und ein Sonderpreis in Höhe von 2.000 für junge Journalisten unter 30 Jahren. Insgesamt beträgt die Preissumme 25.000 Euro. Der Medienpreis ist damit der höchstdotierte in Deutschland im Bereich Wissenschaft und Technik und gilt als der Branchenpreis für Luft- und Raumfahrt. Langjährige Unterstützer dieses Branchenpreises sind die Unternehmen Airbus und MTU Aero Engines AG. In diesem Jahr ist Sponsor ArianeGroup. 

Medienpreis

„Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt wird in diesem Jahr zum 18. Mal vergeben. Als BDLI bekunden wir damit aufs Neue, wie wichtig uns unabhängiger, fairer und ausgewogener Journalismus ist. Die hier vergebenen 16 Auszeichnungen stehen stellvertretend für unzählige wichtige Beiträge über unsere Branche im Laufe eines Jahres. Sie zeigen außerdem sehr eindrucksvoll, wie vielfältig und faszinierend Themen und Geschichten aus der Luft- und Raumfahrtindustrie sein können“, sagte BDLI-Präsident Dr. Michael Schöllhorn.

Medienpreis

„Wir sehen täglich, wie wichtig es ist, professionelle Medien zu haben, die uns objektiv mit verlässlichen und verständlichen Informationen versorgen. Gerade bei Raumfahrt-Themen ist es entscheidend, die recht komplexe Welt der Technik für Laien verständlich zu übersetzen. Nur so erreichen wir auch in der breiten Öffentlichkeit Akzeptanz und können die ‚Faszination Raumfahrt‘ vermitteln“, sagte Pierre Godart, CEO ArianeGroup Deutschland.

Ausgezeichnet wurde der Print-Beitrag: 
Süddeutsche Zeitung Magazin I Lorenz Wagner: „Zu den Sternen“.
Noch nie war eine deutsche Frau im All. Seit Jahren kämpft eine Raumfahrt-Ingenieurin darum, dass sich das ändert. Über eine Welt, die für Frauen ganz und gar nicht schwerelos ist.

Der Preis in der Kategorie Hörfunk/Fernsehen ging an den Fernsehbeitrag:
ARTE I Peter Bardehle und Angela Volkner: „Die Concorde – Absturz einer Legende“.
Sie galt als die „Königin der Lüfte": Fast 25 Jahre lang hat die Concorde als erstes Überschall-Passagierflugzeug die Massen fasziniert und ihre Fluggäste begeistert. Dann, am 25. Juli 2000, ereignete sich die Tragödie.

In der Preiskategorie Online setzten sich durch:
Der Tagespiegel ONLINE I Jens Brandenburg + Tino Breddin + Benedikt Brandhofer + Nina Breher + Ronny Esterluss + Stephan Gensch + Manuel Kostrzynski + Hendrik Lehmann + David Meidinger +Thorsten Metzner +Linda Rath: Der BER im 3D-Modell
„Deswegen wurde 14 Jahre gebaut“. Im Rundgang durch ein 3D-Modell des BER erklären die Autoren und Online-Designer die wichtigsten baulichen Fiaskos am und im neuen Berliner Großflughafen - und wie sie gelöst wurden. Und sie zeigen, wie es nach der Eröffnung weitergeht.

Einen Sonderpreis für Regionalzeitungen erhielt:
Hamburger Abendblatt I Wolfgang Horch: „
Im Sinkflug
Der Autor beschreibt den durch Corona ausgelösten Niedergang der Luftfahrtbranche in Hamburg – und wie es nach der Pandemie weitergehen könnte.

Der Nachwuchspreis ging an:
Freie Presse I Benjamin Schmidt: „Heiße Luft?“
Für diese Geschichte ist der Autor um die halbe Welt nach Peru gereist. Er wollte herausfinden, ob und wie Projekte zur CO2-Kompensation funktionieren.

Medienpreis

Gewürdigt wurden weitere Beiträge | Folgende nominierte Beiträge wurden bei dem Festakt außerdem hervorgehoben:

Kategorie Print:

Welt am Sonntag I Gerd und Jan Küveler: „Du lieber Himmel“.
Elon Musk will bis zu 44.000 Satelliten in die Erdumlaufbahn schießen. Deren Licht wird den Himmel über uns dramatisch verändern. Ein Nachruf!

Die Zeit I Dirk Asendorpf: „Hello Mars“
Exotisches Gerät ist auf der 500 Millionen Kilometer lange Reise zum Planeten Mars unterwegs. Planetenforscher rechnen mit wenig neuen Erkenntnissen. Aber warum dann der ganze Aufwand? 

Kategorie Hörfunk/Fernsehen:

WDR I Michael Houben und Thomas G. Becker: „Boeing – das tödliche System“.
Die Boeing 737 Max ist wieder in der Luft. Vor einem Jahr, war das nicht absehbar. Die Autoren dieses Films haben 2020 ein Puzzle zusammengesetzt, das zeigt, wie sehr sich Konstruktion und Zulassung von Verkehrsflugzeugen künftig ändern müssen.

Spiegel/Audible I Christian Alt + Anna Bühler + Michael Bartlewski + Andreas Wassermann: „Made in Germany – Das Flughafenfiasko BER“.  Der BER ist fertig – diese Geschichte erzählt, warum er so teuer geworden ist.

Kategorie Online:

WDR I Ralph Caspers + Ingo Knopf: Quarks – Mars macht mobil“
Wie ist unser Universum entstanden? Und hat es ein Ende? Bestehen wir alle aus Sternenstaub und was stimmt mit der Dunklen Materie nicht?
Ralph Caspers geht den Rätseln des Universums auf den Grund.

Preis wird auch 2022 ausgeschrieben
Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt wird auch für das Jahr 2022 wieder ausgelobt. Eingereicht werden können Beiträge, die in einem deutschsprachigen Medium im Kalenderjahr 2021 erstmals veröffentlicht oder gesendet worden sind. Einsendeschluss ist Ende März 2022. Die Jury nominiert pro Kategorie die jeweils drei besten Beiträge. Die Bekanntgabe der ersten Preisträger erfolgt im Rahmen eines Festaktes am 10.11.2022 bei Rolls-Royce Deutschland in Dahlewitz bei Berlin.

Jury

Der Jury unter dem Patronat der Deutschen Journalistenschule (DJS) gehören 2022 folgende Mitglieder an:

  • Volker K. Thomalla, Chefredakteur aerobuzz.de sowie Vorsitzender des Vereins zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus
  • Vanessa Wormer, SWR
  • Ellis Fröder, WDR
  • Martin Prem, Münchner Merkur

Sowie die Träger des Medienpreises Luft- und Raumfahrt aus dem jetzigen Jahrgang

  • Lorenz Wagner, Süddeutsche Zeitung Magazin
  • Wolfgang Horch, Hamburger Abendblatt
  • Benjamin Schmidt, Südkurier
  • Peter Bardehle, ARTE
  • Angela Volkner, ARTE
  • Nina Breher, Tagesspiegel

Hintergrund
Ausgeschrieben und verliehen wird der Medienpreis Luft- und Raumfahrt vom Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus e.V. mit Sitz in der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München. Unter dem Patronat des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) ist diese unter deutschen Medien sehr begehrte Auszeichnung ein unabhängiger Branchenpreis, hinter dem ein breiter Zusammenschluss von Unterstützern aus der Luft- und Raumfahrt steht. Hervorgegangen ist der Preis aus dem 2004 vom europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (heute Airbus) gestifteten Ludwig-Bölkow-Journalistenpreis, der in Zusammenarbeit mit der Deutschen Journalistenschule verliehen wurde. Neben Airbus unterstützt die MTU Aero Engines seit vielen Jahren diesen wichtigen Branchenpreis.

Weitere Informationen unter: www.medienpreis-luft-und-raumfahrt.de

Fotos: Martin Aguera, Marion Custred