BDLI-Branchendaten 2026: Luft- und Raumfahrtindustrie erreicht neue Rekorde bei Umsatz und Beschäftigung

Berlin
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Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie setzte ihren Wachstumskurs im vergangenen Jahr fort und beschleunigte ihn. Der Gesamtumsatz der Branche stieg auf 62 Milliarden Euro (Vorjahr 52 Mrd.€), ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Berlin, 27. Mai 2026 – Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie setzte ihren Wachstumskurs im vergangenen Jahr fort und beschleunigte ihn. Der Gesamtumsatz der Branche stieg auf 62 Milliarden Euro (Vorjahr 52 Mrd.€), ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Beschäftigung erreichte mit 130.000 Mitarbeitenden (Vorjahr 120.000) einen neuen Höchststand.

„Technologische Souveränität bestimmt unsere wirtschaftliche und sicherheitspolitische Handlungsfähigkeit. Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie zählt zu den innovations- und wachstumsstärksten Industrien unseres Landes. Unsere Unternehmen sind international hoch wettbewerbsfähig. Diese Position zu halten und auszubauen wird angesichts des globalen Wettbewerbs jedoch anspruchsvoller“, sagte Dr. Michael Schöllhorn, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), bei der Vorstellung der Branchendaten.

Die zivile Luftfahrt bleibt mit 45 Milliarden Euro Umsatz das größte Segment der Branche, ein Wachstum von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Gründe dafür sind die hohe internationale Nachfrage und der anhaltende Produktionshochlauf in der Luftfahrtindustrie.

Die militärische Luftfahrt entwickelte sich dynamisch. Der Umsatz stieg um 35 Prozent auf 13,5 Milliarden Euro. Auch die Raumfahrt legte zu und erreichte mit 3,5 Milliarden Euro Umsatz ein Wachstum von 17 Prozent. Damit verzeichneten 2025 alle drei Segmente der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie zweistellige Zuwachsraten.

„Die Zahlen zeigen: Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist für Deutschland strategisch relevant – wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch. Gerade in geopolitisch und wirtschaftlich angespannten Zeiten machen industrielle Fähigkeiten, Innovationskraft und technologische Souveränität den Unterschied“, so Schöllhorn weiter.

In den vergangenen zehn Jahren wuchs der Branchenumsatz um mehr als die Hälfte. Besonders seit der Überwindung der Covid-Krise und der sicherheitspolitischen Zeitenwende gewann die Branche erheblich an Dynamik. Gleichzeitig stehen die Unternehmen vor großen Herausforderungen: fragile Lieferketten, steigender internationaler Wettbewerbsdruck und hoher Bedarf an Fachkräften.

Die Branche investierte 2025 rund 4 Milliarden Euro (Vorjahr 3,6 Mrd. Euro) in Forschung und Entwicklung und bleibt damit eine der forschungsintensivsten Industrien Deutschlands.

„Andere Weltregionen und Länder investieren massiv in ihre Luft- und Raumfahrtindustrien. Europa und Deutschland dürfen bei Schlüsseltechnologien, Produktionskapazitäten, Innovation und Ambition nicht zurückfallen. Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht von selbst. Sie muss jeden Tag neu erarbeitet werden“, sagte Schöllhorn.

Die Exportquote der Branche lag 2025 bei 66 Prozent. Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie zählt damit weiterhin zu den international erfolgreichsten Industriezweigen des Landes.

Die aktuellen Entwicklungen der Branche werden auch auf der ILA Berlin 2026 sichtbar sein. Die internationale Luft- und Raumfahrtmesse bringt vom 10. bis 14. Juni Industrie, Politik, Streitkräfte, Forschung und internationale Partner in Berlin zusammen.

Branchendaten 2026 Umsatz
Branchendaten 2026 Beschäftigte

Florian von Hennet

Leiter Politik & Kommunikation