BDLI begrüßt neue Luftfahrtstrategie und FCAS-Entscheidung
BDLI-Präsident Dr. Michael Schöllhorn äußerte sich zur FCAS-Entscheidung: „Wir begrüßen es ausdrücklich, dass Sie, Herr Bundeskanzler, gemeinsam mit dem französischen Präsidenten die Blockade beim Kampfflugzeug gelöst haben und FCAS als europäisches, offenes System-of-Systems weiterentwickeln. Wir stehen bereit, Verantwortung zu übernehmen.“
Schöllhorn hob die Stärke der deutschen Luftfahrtindustrie hervor: „Wir haben die Kompetenz, die Technologien, die Kapazitäten und den festen Willen, ein FCAS und einen Kampfjet der sechsten Generation zu entwickeln und zu bauen – für Europa und mit Europa.“
FCAS sei ein Schlüsselprojekt für die Luftwaffen Deutschlands und Europas. Es gehe um Luftüberlegenheit, souveräne Verteidigungsfähigkeit und ein vernetztes Kampfsystem, das bemannte und unbemannte Plattformen integriert. Gleichzeitig könne FCAS zu einem technologischen und wirtschaftlichen Leuchtturmprojekt für die gesamte deutsche und europäische Luft- und Raumfahrtindustrie werden.
Auch die neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung setzt aus Sicht des BDLI ein starkes industriepolitisches Signal. Sie unterstreicht die strategische Bedeutung der Luftfahrtindustrie und verknüpft zivile und militärische Fähigkeiten, Innovationen und Anwendungen enger miteinander.
Marie-Christine von Hahn, Hauptgeschäftsführerin des BDLI, erklärte: „Die neue Luftfahrtstrategie ist ein kraftvolles Signale für die gesamte deutsche Luftfahrtindustrie. Besonders für die mittelständisch geprägte Zulieferindustrie schafft sie Orientierung und Perspektiven. Sie kann helfen, technologische Kompetenzen, industrielle Kapazitäten und hochspezialisierte Wertschöpfung in Deutschland und Europa langfristig zu sichern. Jetzt muss sie nur konsequent und mit klaren Zuständigkeiten umgesetzt werden. Unsere tatkräftige Unterstützung dabei ist gesichert.“
Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie wächst stark. 2025 stieg der Umsatz auf 62 Milliarden Euro – ein Plus von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Branche beschäftigt über 130.000 Menschen und verzeichnet Zuwächse in allen Bereichen: zivile Luftfahrt, militärische Luftfahrt und Raumfahrt.