Software Defined Defence Positionspapier des BDSV, BDLI, Bitkom und BMVg

Software Defined Defence Positionspapier des BDSV, BDLI, Bitkom und BMVg

Um die Leistungsfähigkeit der Bundeswehr im Sinne der „Zeitenwende“ kurz- und mittelfristig zu steigern und an neue Anforderungen des sich immer schneller verändernden Gefechtsfeldes anpassen zu können, ist die Digitalisierung von bereits in Nutzung befindlichen Systemen und bei der Entwicklung von neuen Systemen entscheidend – Software ist der wesentliche Enabler moderner militärischer Operationen ganz im Sinne von Multi-Domain-Operations (MDO).

Weltweit schwelende und offen ausgetragene Konflikte, wie z. B. in der Ukraine, haben in Bevölkerung und Politik ein neues Sicherheitsbewusstsein geschaffen und stellen moderne, bestmöglich ausgerüstete Streitkräfte als ein wesentliches Element der gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge in einen breiten Fokus. Sie zeigen aber gleichzeitig brennglasartig Herausforderungen und auch Defizite sowie Nachholbedarfe für die Streitkräfte auf, um ihre Aufgaben in einem Future Operating Environment, welches von einem hohen Grad an Vernetzung, Digitalisierung und Interoperabilität, hoher Veränderungsgeschwindigkeit sowie Anpassungsfähigkeit und -notwendigkeit geprägt ist, zu erfüllen. Digitalisierung verändert in zunehmendem Maße und immer größerer Geschwindigkeit sämtliche Lebensbereiche der Gesellschaft. Hierfür verantwortlich sind insbesondere die rasante Weiterentwicklung von Software in immer kürzeren Zyklen, zunehmende Datenmengen sowie exponentiell steigende Rechenkapazitäten. In der Privatwirtschaft wirkt sich Software disruptiv auf ganze Branchen aus, u. a. durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Die o. a. Herausforderungen und auch Chancen sind nun an den heute bereits in der Nutzung befindlichen Waffensystemen zu spiegeln und entsprechende Handlungsmöglichkeiten für eine Modifikation/Anpassung an die künftigen Anforderungen von Vernetzung und Digitalisierung zu untersuchen. Mehr im Positionspapier.....