Die Luft- und Raumfahrtrepublik in der 19. Legislaturperiode

Die Luft- und Raumfahrtrepublik im  Wahljahr 2017
Es gibt Städte und Regionen, die wir sofort mit Luft- und Raumfahrt in Verbindung bringen. Hamburg, Niedersachsen, Bayern oder Hessen gehören sicher dazu. Doch Luft- und Raumfahrt ist allgegenwärtig. Ganz gleich, in welchem Teil der Republik wir uns befinden, überall sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu Hause, die an der Weltspitze stehen.

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Baden-Württemberg

Baden-Württemberg

Die Luft- und Raumfahrt blickt im Südwesten auf eine über einhundertjährige Tradition zurück.Heute ist die Luft- und Raumfahrtindustrie eine Hightech-Schmiede der baden-württembergischen Wirtschaft. Mehr als 15.000 Beschäftigte erwirtschaften einen Umsatz von über 4,8 Milliarden Euro. Bemerkenswert: Gut 40 Prozent aller Beschäftigten der deutschen Raumfahrtindustrie arbeiten in Baden-Württemberg. Besondere Schwerpunkte liegen in der Raumfahrt, in Avionik-Systemen, Radartechnik sowie der Kabinenausstattung von Verkehrsflugzeugen. International führende Unternehmen wie Airbus, Thales, Tesat, Diehl und RECARO sowie viele kleine und mittlere Firmen entwickeln und produzieren in Baden-Württemberg Hightech-Lösungen und exportieren diese in die ganze Welt.

Bayern

Bayern

In nahezu jedem neuen Passagierflugzeug, das weltweit hergestellt wird, steckt Hochtechnologie „Made in Bavaria“. Das Bundesland beheimatet führende Systemhersteller wie Airbus Defence and
Space, Airbus Helicopters und MTU Aero Engines sowie bedeutende Zulieferfirmen wie Liebherr und Premium Aerotec. Zahlreiche Dienstleister und Unternehmen der Ausrüstungsbranche vervollständigen das „Who is who?“ der Branche. Schwerpunkte bilden der Bau von Militärflugzeugen, Antrieben und Hubschraubern sowie von Systemen und Komponenten für die Raumfahrt und die zivile Luftfahrt.

Berlin/Brandenburg

Berlin

Ende des 19. Jahrhunderts hob Flugpionier Otto Lilienthal in Berlin zu den ersten Gleitflügen ab. Heute sind in der Hauptstadtregion rund 100 Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt tätig – von hochspezialisierten Kleinbetrieben bis zu global agierenden Konzernen, Forschungseinrichtungen und Universitäten.

Brandenburg

Rund 17.000 Menschen leben in Berlin und Brandenburg von der und für die Luft- und Raumfahrt. Wichtigstes Unternehmen ist Rolls-Royce Deutschland. Am Standort Dahlewitz wurden bereits mehr als 7.000 Flugzeugtriebwerke produziert. Und im Herzen Berlins werden beim Familienunternehmen Holmberg digitale Kommunikationssysteme für die Luftfahrt entwickelt und
hergestellt.

Bremen

Bremen

Das kleinste Bundesland ist ein wahres Schwergewicht der Luft- und Raumfahrt: Bremen ist Deutschlands Raumfahrtstadt Nummer eins und eines der führenden Zentren der zivilen und der militärischen Luftfahrtindustrie in Europa. Das Erfolgsrezept: Mit High-Tech an die Weltspitze. Die 12.000 in der Branche beschäftigten Bremerinnen und Bremer entwickeln und fertigen modernste Satelliten und Trägerraketen und stellen mit anspruchsvollen Technologien sicher, dass sämtliche Airbus-Flugzeuge abheben können. Und was die Wenigsten wissen: Der Hubschrauber wurde von einem bremischen Flugpionier erfunden.

Hamburg

Hamburg

Hamburg bewegt: Die Hansestadt gehört zu den drei bedeutendsten Standorten für den zivilen Flugzeugbau weltweit. Nach Jahren des Wachstums wird heute jedes sechste Passagierflugzeug in der Hansestadt endmontiert und ausgeliefert – nur Seattle und Toulouse spielen in derselben Liga. Von diesem Boom profitiert die gesamte Region: Mehr als 40.000 hochqualifizierte Fachkräfte arbeiten in der Hansestadt in der zivilen Luftfahrtindustrie. Neben den beiden Branchenriesen Airbus und Lufthansa Technik tragen mehr als 300 Zulieferer sowie vielfältige technologisch-wissenschaftliche Institutionen zum Know-how bei. Dank einer Verdopplung der Produktion in den letzten zehn Jahren verlässt heute im Durchschnitt an jedem Arbeitstag mehr als eine A320 die Airbus-Werkshallen in Finkenwerder.

Hessen

Hessen

Luftfahrt, Luftverkehr, Raumfahrt, Flugsicherung, Dienstleistungen: Hessen ist der Allrounder unter den Bundesländern. Renommierter Großunternehmen wie Diehl Aerosystems und Rolls-Royce stehen ebenso für Qualität „Made in Hessen“ wie die zahlreichen Mittelständler unserer Branche. Ein weiterer wichtiger Faktor, der Hessen zu einem bedeutenden Luft- und Raumfahrtstandort macht, sind die dort ansässigen Institutionen wie das Kontrollzentrum der Europäischen Weltraumorganisation und der europäische Betreiber von Wettersatelliten EUMETSAT, beide mit Sitz in Darmstadt, oder die Deutsche Flugsicherung in Langen. Und Frankfurt – zugleich größter Flughafen des Landes und bedeutendster Frachtflughafen Europas – ist für die Exportnation Deutschland das Tor zur Welt.

Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern

Wer bei Mecklenburg-Vorpommern an Strandkörbe auf weißem Ostseestrand denkt, liegt nicht verkehrt. Doch auch die Luft- und Raumfahrtbranche befindet sich im „Land zum Leben“ im Aufschwung. Etwa 25 hochkarätige Zulieferer und Forschungseinrichtungen sind mittlerweile im Nordosten zu Hause, darunter die ZIM Flugsitz GmbH, die Anfang 2017 ein neues Werk in Schwerin eröffnete. MVP bietet den Unternehmen viele Vorteile: motivierte Mitarbeiter, führende Universitäten und Forschungsstandorte, die Cluster-Bildung im Westen des Bundeslandes, die räumliche Nähe zu den Airbus-Werken in Norddeutschland sowie die hervorragende Verkehrsanbindung zum Hamburger Hafen und zu den beiden größten Städten Deutschlands Berlin und Hamburg.

Niedersachsen

Niedersachsen

In zahlreichen Flugzeugprogrammen steckt Spitzentechnologie „Made in Niedersachsen“. Das norddeutsche Bundesland gehört zu den wichtigsten Produktions- und Forschungsstandorten der Branche und ist mit seinen 30.000 Beschäftigten drittgrößter Luftfahrtstandort Deutschlands. Airbus stellt hier Seitenleitwerke und Rumpfsektionen für sämtliche Passagierflugzeuge her, und nahezu
die gesamte Zulieferkette der Luftfahrtindustrie ist vertreten. Das Land blickt optimistisch in die Zukunft: Niedersachsen hat sich zu einem internationalen Kompetenzzentrum für zentrale Zukunftstechnologien entwickelt. Dies gilt insbesondere für den besonders leichten und festen Werkstoff CFK sowie für den 3D-Druck, mit dem sich im Flugzeugbau ebenfalls Gewicht einsparen lässt.

Rheinland-Pfalz/Saarland

Rheinland-Pfalz

Die Region und die Luftfahrt sind seit mehr als 100 Jahren untrennbar miteinander verbunden. Bedeutendstes Unternehmen ist die PFW Aerospace GmbH in Speyer, die als Zulieferer ersten Ranges
und alleiniger Lieferant von Schlüsseltechnologien wichtige Baugruppen die großen Flugzeughersteller beliefert. Darüber hinaus ist die Schott AG in Mainz ein führender Anbieter von Spezialglas für die Luftfahrtindustrie, und Aleris aus Koblenz ist ein weltweit führendes Unternehmen für die Herstellung von Walzprodukten aus Aluminium, darunter besonders hochwertige Rumpf- und Flügeleile von Flugzeugen.
 

Saarland

Nordrhein-Westfalen

NRW

Nordrhein-Westfalen ist eine der wirtschaftsstärksten Metropolregionen Europas. Wäre es ein eigenständiger Staat – es wäre eine der stärksten Exportnationen der Welt. Das Bundesland lebt von
der Industrie, die Grundlage und Motor für Forschung, Wachstum und Wohlstand ist. Die Luft- und Raumfahrtindustrie ist in Nordrhein-Westfalen mit zahlreichen Zulieferern, Dienstleistern und hochspezialisierten Mittelständlern vertreten. Darüber hinaus hat das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), eine der bedeutendste Forschungseinrichtungen Europas, ebenso seinen Hauptsitz in Köln wie die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA).

NRW

Sachsen

Sachsen

Ganz gleich ob in Dresden, New York oder Singapur – jeder Passagier, der in einen Airbus einsteigt, betritt sächsischen Boden, denn bei den Elbe Flugzeugwerken werden die Böden für alle Airbusflugzeuge entwickelt und hergestellt. Neben der zivilen Luftfahrt im Norden und dem militärischen Schwerpunkt im Süden ist der Osten der dritte bedeutende Cluster der Luftfahrtindustrie in Deutschland. Dort konzentrieren sich vor allem Ausstattung, Kundendienst, Umbau und Wartung. Mit 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen mit fast 7.000 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von ca. 1,4 Milliarden Euro gehört die sächsische Luft- und Raumfahrtindustrie zu den Innovationstreibern in den Bereichen Aus- und Umrüstung von Flugzeugen, Komponentenfertigung für Flugzeuge und Raumfahrtobjekte, Tests von Flugzeug- und Raumfahrtstrukturen, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Luft und Raumfahrttechnik sowie Luftverkehr und Betreuung von Flugzeugen.

Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt

Die Luftfahrtgeschichte Deutschlands ist untrennbar mit Sachsen-Anhalt verbunden. Magdeburg wurde 1908 zur „Stadt des ersten deutschen Motorflugs“, und in Dessau leistete Hugo Junkers Pionierarbeit im Flugzeugbau. Dort startete dank Junkers‘ revolutionärem Design 1915 das erste Metallflugzeug der Welt. Heute verfügt das Sachsen-Anhalt über Stärken in der Zulieferindustrie für Luftverkehrstechnik sowie im Bereich Luftfracht, die das Land als Sprungbrett in die Zukunft nutzen will.

Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein

Die Menschen im Land der Horizonte schauen seit jeher gern in die Ferne: Auf die Meere genauso wie gen Himmel, der hier im Norden wohl beeindruckender ist als irgendwo sonst in der Republik. In den letzten Jahren richtet sich der Blick der Schleswig-Holsteiner vermehrt nach oben, nimmt doch die Bedeutung der Luft- und Raumfahrt auch im nördlichsten Bundesland immer mehr zu. Dies liegt nicht zuletzt an der Nähe zu Hamburg, einem der drei bedeutendsten Standorte des zivilen Flugzeugbaus weltweit, an dem jedes Jahr hunderte Passagierflugzeuge an Airlines aus aller Welt ausgeliefert werden. Und da ein Flugzeug aus über einer Million Einzelteilen besteht, haben sich nördlich der Elbe zahlreiche innovative Zulieferer und Dienstleister angesiedelt.

Thüringen

Thüringen

Thüringen sticht vor allem durch seine Bedeutung für die Raumfahrt heraus. So groß der Weltraum auch ist: für Ungenauigkeiten ist dort kein Platz. Die weltweit führenden Sensoren der Jena-Optronik helfen Satelliten, stabil und exakt auf Kurs zu bleiben. Von dort stammt auch visionäre Technik im wahrsten Sinne des Wortes: Die optischen Instrumente zur Erdbeobachtung verbessern das Leben auf der Erde, indem sie wichtige Daten zur Verfügung stellen.