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ZEHN JAHRE FORSCHUNG AN SCHLÜSSELTECHNOLOGIEN FÜR ZUKÜNFTIGE TRIEBWERKE – BDLI GRATULIERT DEN UNIVERSITY TECHNOLOGY CENTRES COTTBUS UND DARMSTADT ZUM JUBILÄUM

ZEHN JAHRE FORSCHUNG AN SCHLÜSSELTECHNOLOGIEN FÜR ZUKÜNFTIGE TRIEBWERKE
ZEHN JAHRE FORSCHUNG AN SCHLÜSSELTECHNOLOGIEN FÜR ZUKÜNFTIGE TRIEBWERKE
Rolls-Royce kooperiert eng mit ausgewählten deutschen Universitäten, um gemeinsam zukunftsweisende Triebwerkstechnologie zu entwickeln – die Forschungspartnerschaften mit der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg und der TU Darmstadt feiern in dieser Woche ihr zehnjähriges Jubiläum als formelle „University Technology Centres“ (UTCs) von Rolls-Royce.

Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, das Fliegen umweltverträglicher, effizienter und leiser zu machen. Neben der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und der TU Darmstadt sind die TU Dresden und das Karlsruher Institut für Technologie Teil des weltweiten Netzwerks von 31 Universitäten.

Eine der Stärken des Technologiestandorts Deutschland ist die enge Kooperation von Industrie und Forschung, wie sie von den Rolls-Royce UTCs im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogrammes beispielhaft gepflegt wird. Deren Arbeit charakterisiert u.a. ein ständiges Wechselspiel von Theorie, Simulation, Experiment und konstruktivem Entwurf: Ingenieure definieren Fragestellungen, Wissenschaftler erstellen Modelle am Computer, überprüfen die getroffenen Annahmen im Experiment und verfeinern sie anschließend. Die Ergebnisse der experimentellen Arbeit fließen wiederum langfristig in die praktische Entwicklung ein. So leisten die UTCs einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung künftiger Triebwerke.

Durch den ständigen Austausch von Experten zwischen Universitäten und Rolls-Royce werden begabte Nachwuchskräfte frühzeitig entdeckt und gefördert. Studenten und Doktoranden bietet die Forschungskooperation die Möglichkeit, mit Spitzenwissenschaftlern und erfahrenen Ingenieuren zusammenzuarbeiten und auf aktuellen Feldern der Technologieentwicklung zu forschen. Zum großen Erfolg der UTCs haben in den letzten zehn Jahren insgesamt rund 3.000 Professoren, Wissenschaftliche Mitarbeiter und Studenten beigetragen; knapp 200 Dissertationen und weit über 1.000 studentische Abschlussarbeiten entstanden in dieser Zeit. Mehr als 60 Ingenieure aus dem UTC-Umfeld sind mittlerweile bei Rolls-Royce direkt beschäftigt.  

Das UTC Cottbus trägt den Namen „Multidisciplinary Process Integration“. Seit 2005 forschen die BTU Cottbus-Senftenberg und Rolls-Royce gemeinsam unter anderem daran, Schwingungen bei Verdichterrotoren (Blisks) zu dämpfen und das Gesamttriebwerk als „Virtuelles Triebwerk“ in einer 3-D-Simulation zu visualisieren.

Das UTC Darmstadt operiert unter dem Titel „Combustor and Turbine Aerothermal Interaction” (CTI) – hier forschen Rolls-Royce und die TU Darmstadt seit 2006 gemeinsam daran, Verbrennungskonzepte in Triebwerken zu optimieren und noch umweltverträglicher zu machen. Dazu werden die gegenwärtigen Konzepte grundlegend überarbeitet. Die weltweit einzigartige Darmstädter Testanlage „Large Scale Turbine Rig“ erlaubt es, veränderte Strömungsvorgänge in Brennkammer und Turbine realitätsgetreu abzubilden und präzise zu messen.

Auch in der Zukunft bleiben solche Forschungskooperationen wichtig, um künftige Technologien voranzutreiben. So sind die UTCs direkt in die Entwicklung des zukünftig leistungsstärksten und effizientesten Flugzeugtriebwerks der Welt, dem „UltraFanTM“ von Rolls-Royce, eingebunden. Der BDLI gratuliert den UTCs Cottbus und Darmstadt zu deren wichtigen Beiträgen zur Forschung in den vergangenen 10 Jahren und wünscht Ihnen wie Rolls-Royce eine erfolgreiche Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit.