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Dresden

Zehn Jahre Forschung an der Schlüsseltechnologie Leichtbau – BDLI gratuliert dem University Technology Centre Dresden zum Jubiläum

Die Forschungskooperation von Rolls-Royce mit der TU Dresden feiert heute ihr zehnjähriges Jubiläum
Die Forschungskooperation von Rolls-Royce mit der TU Dresden feiert ihr zehnjähriges Jubiläum
Foto: von links nach rechts: Prof. Arnold Kühhorn, Prof. Klaus Höschler, Prof. Nik Petrinic, Prof. Konrad Vogler, Prof. Norbert Hoffmann, Prof. Uwe Gampe, Prof. Werner Hufenbach, Dr. Luiz Kawashita, Prof. Maik Gude, Paul Stein, Prof. Dieter Bestle, Dr. Uwe Heßler

Die Forschungskooperation von Rolls-Royce mit der TU Dresden feiert heute ihr zehnjähriges Jubiläum. Sie ist Teil eines weltweiten Netzwerks von 31 Universitäten, darunter vier deutsche: die TU Dresden, die TU Darmstadt, die Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg und das Karlsruher Institut für Technologie. Wichtige Projekte werden vielfach im Rahmen von LuFo und EU-Programmen öffentlich gefördert, um Triebwerke noch effizienter zu machen und Deutschland als Hochtechnologiestandort im globalen Wettbewerb zu stärken.

Vor mehr als zwanzig Jahren hatte sich Rolls-Royce dazu entschlossen, ein globales Forschungsnetzwerk mit sogenannten „University Technology Centres“ (UTC) aufzubauen. Jedes UTC widmet sich vor allem einem technischen Schlüsselbereich. Das Netzwerk aller UTCs, das vom ersten Tag an über Ländergrenzen hinweg arbeitete, hat sich zu einer der erfolgreichsten Forschungskooperation der Branche gerade in Europa entwickelt. Praktiziert wird dabei nicht nur eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, sondern auch zwischen den beteiligten Universitäten und den Wissenschaftlern selbst. Dieser Austausch dient vielfach als Sprungbrett für internationale Karrieren; die enge Kooperation mit Rolls-Royce vermittelt dafür sehr praxisnahe Forschungserfahrungen.

Das UTC Dresden trägt den Namen “Lightweight Structures and Materials and Robust Design” – dabei geht es vor allem um Leichtbaulösungen für Flugzeugtriebwerke. Von den ersten Versuchen im Labor bis hin zum fliegenden Bauteil umfasst die Forschung alle Entwicklungsstufen. Das UTC Dresden fördert den schnellen Transfer von Leichtbautechnologien mit Hochleistungswerkstoffen für sehr niedrige und sehr hohe Temperaturen, aus der Wissenschaft in die Anwendung. „Mit seinen fünf universitären Forschungseinrichtungen verfügt das UTC Dresden über ausgezeichnete Entwicklungs-, Fertigungs-, Analyse- und Testeinrichtungen sowie über ein umfassendes Wissen auf dem Gebiet des Systemleichtbaus in Multi-Material-Design, um gemeinsam mit Rolls-Royce auf dem Hochtechnologiegebiet der Flugzeugtriebwerke zu forschen“, sagt Prof. Werner Hufenbach, Direktor des UTC Dresden und Seniorprofessor am ILK.  

Im UTC Dresden wurden bisher mehr als 150 gemeinsame Forschungsprojekte bearbeitet, bei denen bis zu 100 Wissenschaftler und Techniker der TU Dresden eingebunden sind. Durch die Vielzahl der Forschungsprojekte am UTC werden bei den beteiligten Forschungspartnern und Zulieferern zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Momentan sind fünf Lehrstühle und acht Professoren der TU Dresden in die Arbeit des UTC einbezogen. 1200 Studierende und 125 Promovierende profitieren von der Praxisnähe der Forschung und Lehre. Aus dem UTC-Netzwerk haben sich in Dresden den letzten Jahren sechs Hochtechnologie-Unternehmen ausgegründet, deren Tätigkeitsfeld bereits über den Luftfahrtbereich hinausgeht. Die Firmengründer profitieren dabei von den Kompetenzen, die sie sich im Hinblick auf die hohen Anforderungen im Bereich Luftfahrt in der Zusammenarbeit mit Rolls-Royce erworben haben. Durch die Arbeit im UTC Dresden konnten in Sachsen insgesamt etwa 80 außeruniversitäre Arbeitsplätze geschaffen werden.

Zu den Forschungskooperationen von Rolls-Royce befragten wir Paul Stein, Director Research & Technology von Rolls-Royce:

Warum ist das UTC Netwerk wichtig für Rolls-Royce?
Es ist schlicht unser erklärter Ansatz bei der Forschung. Wir sind der Ansicht, dass er gut funktioniert, und er bietet allen Beteiligten erhebliche Vorteile. Im Netzwerk wird grundlegende Forschungsarbeit durchgeführt, für Produkte und Services.

Worum geht es in den deutschen UTCs?
Wir betrachten immer alle UTCs als Teil des globalen Netzwerks und im Hinblick auf die Rolle, die sie darin spielen. Bedingt durch die Geschichte von Rolls-Royce Deutschland führen wir hier Forschung im Bereich der Luftfahrt durch. Dabei bauen wir auf die bestehende Expertise auf.

Welche Rolle spielt dabei die öffentliche Förderung?
Die Luftfahrt-Industrie ist ein langfristiges Geschäft. Sie bedarf vielfach grundlegender Forschung, die den Unternehmen und der Gemeinschaft gleichermaßen nutzt. Deswegen hat öffentliche Förderung Vorteile für beide Seiten; wir bedanken uns ausdrücklich bei der Regierung und den Fördermittelgebern für Ihren wichtigen Beitrag.

https://tu-dresden.de/mw/ilk/utc

http://rolls-royce.com/country-sites/deutschland/wissen/videos/dresden.aspx