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Berlin

Starkes Wachstum, Rekordbeschäftigung und Allzeithoch im Umsatz: Luft- und Raumfahrtindustrie 2017 weiter auf Erfolgskurs

Luft- und Raumfahrtindustrie 2017 weiter auf Erfolgskurs
Luft- und Raumfahrtindustrie 2017 weiter auf Erfolgskurs
Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland bestätigt erneut Bedeutung als strategischer Standortfaktor, Branchenumsatz auf Allzeithoch mit 40 Mrd. Euro, erneutes beeindruckendes Umsatzwachstum von 6%, Beschäftigtenzahl erreicht mit 109.500 direkt Beschäftigten neuen Höchststand, weiterhin sehr ausgeprägte Forschungsintensität: 10% des Branchenumsatzes fließen in Forschung und Entwicklung
Am Vortag der Eröffnung der weltweit führenden Innovationmesse der Luft- und Raumfahrtindustrie, der ILA Berlin, kann die Branche in Deutschland auf eine sehr gute Entwicklung im zurückliegenden Geschäftsjahr zurückblicken. Der Wachstumskurs der vergangenen Jahre ist weiter ausgebaut worden: Das Umsatzwachstum der Gesamtbranche betrug 6%, der Gesamtumsatz erreichte ein Allzeithoch von 40 Mrd. Euro (Vorjahr: 37,5 Mrd. Euro). Die Gesamtbeschäftigtenzahl verzeichnete einen leichten Zuwachs auf 109.500 direkt in der Luft- und Raumfahrtindustrie Beschäftigte (Vorjahreswert: 108.000). Dieser Wert kennzeichnet einen neuen Höchststand der Beschäftigtenzahl.
 
Die zivile Luftfahrt ist weiterhin das größte Einzelsegment der Branche. Global steigende Bestell- und Auslieferungszahlen führten zu einem Umsatzwachstum von 8% auf 29,2 Mrd. Euro. Gut 76.500 Menschen arbeiten in diesem Segment.
Die militärische Luftfahrt verzeichnete ein Umsatzplus von 4%. Der Umsatz stieg auf 7,8 Mrd. Euro. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich leicht auf 24.000 Mitarbeiter.
 
In der Raumfahrt stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 3% auf 3 Mrd. Euro, die Zahl der Arbeitskräfte erhöhte sich um 3% auf 9.000 Beschäftigte.
 
Der Exportanteil stieg, gemessen am Umsatz der Gesamtbranche, von 72% auf 74%.
 
Die industrieeigenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegen weiterhin auf sehr hohem Niveau. Sie umfassen ein Volumen von 4 Mrd. Euro; diese Zahl entspricht einem Anteil von 10% des Branchenumsatzes.
 
BDLI-Präsident Klaus Richter erklärt: „Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie setzt ihren Erfolgskurs fort. Dies gilt für alle unsere Branchensegmente. Zu diesem Ergebnis tragen die großen Hersteller ebenso bei wie unser leistungsfähiger, hochspezialisierter Mittelstand. Diese positive Entwicklung basiert auf Innovation, unternehmerischer Weitsicht, gezielter politischer Unterstützung sowie der hohen Qualifikation und dem Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Mit Blick auf die Zukunft führt er aus: „Deutschland und Europa sind in der Luft- und Raumfahrtindustrie weltweit mit führend. Die Luft- und Raumfahrt bleibt Technologiebeschleuniger und strategischer Standortfaktor für Deutschland: Wir investieren stark in Forschung und Entwicklung, denn Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg. Unserer Industrie kommt bei Zukunftsthemen wie unbemanntem Fliegen, elektrischem Fliegen, Industrie 4.0 und kommerzieller Nutzung der Raumfahrt eine richtungsweisende Rolle zu. Davon profitieren viele andere Branchen am Standort Deutschland. Für die militärische Luftfahrt liegen die besonderen Herausforderungen in der Vernetzung verschiedenster Systeme, beispielsweise bemannter und unbemannter Systeme.“
 
Angesichts der wachsenden Konkurrenz aus aller Welt weist Richter auf die Notwendigkeit hin, den Luft- und Raumfahrtstandort Deutschland wettbewerbsfähig und damit zukunftssicher zu halten: „Dieses Ziel erreichen wir nur, wenn alle Beteiligten aus Industrie, Politik und Forschung an einem Strang ziehen.“

ERGEBNISSE NACH TEILBRANCHEN

ZIVILE LUFTFAHRT

Die zivile Luftfahrt hat sich auch im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt. Weltweit zunehmender Mobilitätsbedarf und der Ersatz von älteren Fluggeräten mit hohem Kerosinverbrauch durch die neueste lärmarme, kraftstoffsparende Flugzeuggeneration sind weiterhin wesentliche Wachstumstreiber. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 8% auf 29,2 Mrd. Euro (Vorjahr: 27,1 Mrd. Euro). Mit 73% Anteil am Gesamtbranchenumsatz bleibt die zivile Luftfahrt mit Abstand der größte Sektor der nationalen Luft- und Raumfahrtindustrie mit 76.500 Beschäftigten.
 
„Die vorausschauende und zielorientierte Unterstützung und Förderung der Bundesregierung ist nach wie vor unersetzlicher Schub für diese positive Entwicklung“, so der BDLI-Präsident.
 
„Dabei leistet das Förderspektrum des BMWi einen unverzichtbaren Beitrag zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen im harten globalen Weltmarkt. Und das Spektrum ist weit: Die Grundlagenforschungsförderung beim DLR und das Luftfahrtforschungsprogramm, die beide auch im Kontext der wichtigen EU-finanzierten Luftfahrtforschungsförderung zu sehen sind, sind wichtige Bestandteile ebenso wie das Darlehensprogramm ‚Luftfahrzeugausrüsterprogramm‘,die Markterschließungsreisen und auch das Auslandsmesseprogramm. Wichtig ist, dass auch mit der neuen Bundesregierung die ‚Runden Tische Luft- und Raumfahrtindustrie‘ fortgesetzt werden, die das BMWi zusammen mit den Akteuren der Branche initiiert hat. Denn hier werden aktiv zukunftsweisende Themen wie unbemanntes Fliegen, elektrisches Fliegen, Luft- und Raumfahrtindustrie 4.0, die kommerzielle Nutzung der Raumfahrt und Arbeit 4.0 aufgegriffen. Diese gezielte Unterstützung benötigen wir, damit auch in Zukunft viele Innovationen ‚Made in Germany‘ in Produkte der Spitzentechnologie und damit in Markterfolge umgesetzt werden können.“
 
Die am heutigen Tag vom BDLI veröffentlichte „Technologiestrategie der Deutschen Luftfahrtindustrie“ zeigt konkret auf, wie die Luftfahrtindustrie ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen wird bei gleichzeitigem Erreichen der gesellschaftlichen Ziele.
Im vergangenen Jahr wurden etwa 1.800 Passagier-Flugzeuge weltweit ausgeliefert. Jedes sechste dieser Flugzeuge, also insgesamt 300, wird in Deutschland, in Hamburg, endmontiert und an Kunden in der ganzen Welt ausgeliefert. Das entspricht 17% der weltweiten Flugzeugproduktion. Diese Zahlen belegen eindrucksvoll die globale Stärke der gesamten deutschen Luftfahrtindustrie.
 
Der Rekordauftragsbestand bei allen Flugzeugherstellern ist Grundlage für den weiteren Produktionshochlauf. Dieser war auch 2017 der wesentliche Treiber des Umsatzwachstums. Richter betont: „Der Auftragsbestand bei Airbus entspricht etwa neun Jahren Produktion gemessen an den aktuellen Fertigungsraten. Dies sichert langfristig Arbeitsplätze. Davon profitieren auch unsere Partner, wie die Triebwerkshersteller und viele mittelständisch geprägte Zulieferunternehmen in Deutschland. Diese Auftragsbestand ist ein Alleinstellungsmerkmal unserer Branche.“
 
Die Entwicklungsleistungen für wichtige zivile Flugzeugprogramme sind weitgehend abgeschlossen. Richter sagt: „Unsere Industrie investiert weiterhin stark - doppelt so viel wie andere Wirtschaftszweige - in neue Technologien und Produkte, im Hinblick auf die Entwicklung der nächsten Generation von Flugzeugen, aber auch für Produktweiterentwicklungen der laufenden Programme. Ein wichtiger Bereich ist auch die Einführung von Luftfahrtindustrie 4.0, unbemanntes Fliegen und hybrides/elektrisches Fliegen, insbesondere unter Anwendung von modernster digitaler Technologie. Diese Investitionen in Schlüsseltechnologien bilden auch künftig die Basis des globalen Markterfolges unserer Branche.“
 
Die deutsche Triebwerksindustrie profitierte 2017 von dem anhaltend positiven Branchenumfeld. Die mittel- bis langfristigen Produktionspläne für neue Antriebe sind bekannt und mit den Flugzeugherstellern abgestimmt. Daten zur in Dienst stehenden Flugzeugflotte geben Planungssicherheit für das Aftersales-Geschäft. Die Aufmerksamkeit der Antriebshersteller liegt auf dem Programmhochlauf neuer Triebwerksmodelle wie dem Getriebefan und dem Trent XWB. Auch investieren die Triebwerkshersteller weiterhin stark in die kontinuierliche Optimierung bestehender Antriebe ebenso wie in die Entwicklung neuer Triebwerkdesigns mit dem Ziel der weiteren Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen. Nur so wird die Industrie ihrer Selbstverpflichtung zur Emissionsreduzierung bei steigendem Mobilitätsbedürfnis in aller Welt gerecht.
In allen Bereichen – von der Entwicklung über die Produktion bis zur Instandhaltung – gewinnt die Digitalisierung zunehmend an Bedeutung. Eingesetzt wird sie beispielsweise in umfangreichen Simulationen in der Entwicklung bis hin zum virtuellen Triebwerk.
 
Airbus Helicopters baute im Jahr 2017 seine Führungsposition mit einem Anteil von 50% auf dem zivilen und halbstaatlichen Markt weltweit weiter aus. Die Helikopter-Sparte hat die Flaute auf dem Weltmarkt gut überstanden. Mit dem CityAirbus, einem autonom fliegenden, senkrecht startenden und landenden Elektroluftfahrzeug für den Passagiertransport im städtischen Luftverkehr, erschließt Airbus Helicopters neue Märkte.

DIE ZIVILE ZULIEFERINDUSTRIE

Die deutsche Zulieferindustrie partizipiert an dem Hochlauf der zivilen Luftfahrzeug-Programme. Richter führt aus: „Unsere mittelständisch geprägte Industrie gewinnt weiterhin Programmbeteiligungen auch bei außereuropäischen Flugzeugherstellern. In allen weltweit ausgelieferten Verkehrsflugzeugen sind Komponenten ‚Made in Germany‘ enthalten – ein herausragender Erfolg.“ Der BDLI-Präsident weiter: „Diesen Erfolg erzielen unsere im Hochlohnland Deutschland angesiedelten Unternehmen im harten globalen Wettbewerb, in dem sie sich aufgrund ihrer starken Marktstellung in Technologie, Qualität und Zuverlässigkeit bewähren. Die unter der Schirmherrschaft des BMWi stehende Supply Chain Excellence (SCE)-Initiative leistet zusammen mit dem BDLI und unseren Regionalverbänden einen wichtigen Beitrag zur strategischen Aufstellung unserer Zulieferer. Internationalisierung, Unternehmenskooperationen, verbesserter Zugang zu Finanzierung und Steigerung der operativen Leistungsfähigkeit auch durch neue (digitale) Technologien sind hier die Stichworte!“

MILITÄRISCHE LUFTFAHRT

Der Umsatz in der militärischen Luftfahrtindustrie stieg um 4% auf 7,8 Mrd. Euro (Vorjahr: 7,5 Mrd. Euro) und macht 19% des Gesamtbranchenumsatzes aus. Die Beschäftigtenzahl erhöhte sich auf 24.000 Mitarbeiter.
 
Richter erläutert: „Nach den zurückliegenden Jahren, die durch Rückgang bei Umsatz und Beschäftigung in diesem strategisch wichtigen Branchensegment gekennzeichnet waren, bestätigt sich die im letzten Jahr festgestellte Trendwende. Diese ist eine Folge der sich verändernden sicherheitspolitischen Lage weltweit, die komplexer und vielschichtiger nicht sein könnte. Zu asymmetrischen Bedrohungen sind neue Herausforderungen hinzugekommen wie Bündnis- und Landesverteidigung, nicht zuletzt auch im Cyber- und Informationsraum. Dies erfordert zunehmend deutsches und vor allem europäisches Engagement. Daraus folgt auch, dass die Bundesrepublik wieder deutlich mehr in Verteidigung investieren muss.“
 
Als essentiell wird sich dabei die Entwicklung und Beschaffung des Future Combat Air System (FCAS) als europäisches Gemeinschaftsprojekt  erweisen. Richter betont: „FCAS wird nachhaltig zum Erhalt und Ausbau industrieller Kompetenz in Deutschland beitragen. Es wird einen wichtigen, integralen Bestandteil der Verteidigungssouveränität in Deutschland und in Europa bilden. Auch bedarf es der konsequenten Fortführung der Arbeiten am Entwicklungsprojekt einer europäischen Drohne, gemeinsam mit Frankreich, Italien und Spanien.“
 
Richter begrüßt die Intention des Verteidigungsministeriums, bei zukünftigen Großvorhaben zunehmend den multilateralen Schulterschluss mit unseren europäischen Partnern, insbesondere Frankreich, zu suchen: „Nur dadurch kann Europa seiner wachsenden Verantwortung in der internationalen Gemeinschaft gerecht werden. Die enge Kooperation mit Frankreich bei FCAS, EuroMALE, aber auch z.B. beim Seefernaufklärer der Zukunft (MPA, Maritime Patrol Aircraft) sind Ausdruck dieser politischen Verantwortungsübernahme. Gleichzeitig sichern sie auch den Erhalt von hochqualifizierten Arbeitsplätzen in Deutschland und tragen zudem zur Stärkung der europäischen Verteidigungsautonomie bei.“
Mit 74% Exportanteil und einer hochgradigen internationalen Vernetzung ist die Branche von der Exportpolitik stark betroffen. „Die militärische Luftfahrtindustrie bekennt sich selbstverständlich zu den Exportgrundsätzen der Bundesregierung. Jedoch muss die Diskussion über Exportbeschränkungen stets im sicherheitspolitischen und europäischen Kontext geführt werden. Nationale Sonderwege im Rahmen der Rüstungsexportkontrolle sind kontraproduktiv und bergen die Gefahr des Verlusts der Kooperationsfähigkeit der deutschen Industrie - dies gilt gleichermaßen für die System- und Ausrüstungsindustrie.“ Richter ergänzt: „Die gegenwärtige Exportpolitik schränkt nicht nur unsere Exportfähigkeit ein, sondern sie gefährdet unsere Möglichkeiten zu grenzüberschreitend integrierten Programmen, ja sogar zu europäischen Unternehmen. Dem entgegenzuwirken ist Ausdruck politischer Verantwortung.“

RAUMFAHRT

Hinter der hochinnovativen Schlüsseltechnologie-Branche Raumfahrt liegt wieder ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2017. Der Umsatz erhöhte sich auf 3 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,9 Mrd. Euro) und entspricht 8% des Branchenumsatzes. Die Beschäftigtenzahl stieg auf 9.000 (Vorjahr: 8.900).
 
Der BDLI-Präsident kommentiert: „Mit dem Passus im Koalitionsvertrag, die Raumfahrt ‚ist Vorreiter für die Entwicklung und Erprobung neuer Technologien und wirkt über den Technologietransfer als Innovationstreiber in andere Wirtschaftsbereiche‘ trifft die Bundesregierung ins Schwarze: Denn ohne die Errungenschaften der Raumfahrt wären wir heute nicht da, wo wir sind. Wer in die Raumfahrtindustrie investiert, investiert in die Zukunft. Schlüsseltechnologien werden hier entwickelt und erstmals angewendet. Viele Herausforderungen der modernen Gesellschaft wie Klimaschutz, Sicherheit, Verkehrssteuerung oder digitale Infrastruktur können nur mit Innovationen aus der Raumfahrt gelöst werden.“
Ende 2017 ist die Satellitenflotte des europäischen Satellitennavigationssystems GALILEO mit dem Start von vier weiteren, in Deutschland gefertigten Satelliten auf insgesamt 22 angewachsen. Das System ist bereits in Anwendung. Die vollständige Inbetriebnahme ist für das Jahr 2020 geplant.
 
Mit der in Entwicklung befindlichen Trägerrakete ARIANE 6 sichert Europa sich weiterhin seinen unabhängigen Zugang zum Weltraum - mit wichtigen deutschen Anteilen. Das wiederzündbare Oberstufentriebwerk Vinci – Made in Germany - sorgt für enorme Vielseitigkeit.
 
Der Schritt in die digitale Gesellschaft ist vielleicht die größte gesellschaftliche Revolution seit der Industrialisierung. Die Bundesregierung formuliert in ihrer 5G-Strategie, dass Deutschland zum Leitmarkt für 5G-Anwendungen werden soll, um so eine führende Rolle für die weltweite Entwicklung von 5G zu übernehmen. Richter betont: „Es ist wichtig, dass die Raumfahrtindustrie Teil der deutschen Digitalisierungs-Agenda wird und so auch international eine hohe Sichtbarkeit bekommt. Die Satellitenkommunikation kann aufgrund ihrer sehr guten Flächenabdeckung einen zentralen Beitrag bei der optimalen und der sicheren Verfügbarkeit von Breitband-Versorgung nicht zuletzt im ländlichen oder terrestrisch schlecht erschlossenen Gebieten leisten.“
 
Ein dynamisches Erdbeobachtungsprogramm hat Europa eine Führungsrolle in der Erforschung von Umweltproblemen, im Umgang mit natürlichen Ressourcen und in der Bewältigung globaler gesellschaftlicher Herausforderungen verliehen. Derzeit werden gemeinsam mit EUMETSAT neue Ausführungen der Wettersatelliten Meteosat und MetOp entwickelt, während die Europäische Weltraumorganisation ESA für das unter EU-Leitung stehende Copernicus-Programm die verschiedenen Sentinel-Missionen in den Weltraum startet. Wichtige deutsche Industriepartner unterstützen die Bodensystementwicklung und den Betrieb der Copernicus-Satelliten.
 
Die Internationale Raumstation ISS ist das bisher größte internationale Wissenschaftsprojekt der Welt. Ein Außenposten der Menschheit im All, zugleich ein fliegendes Labor mit exzellenten Möglichkeiten für Wissenschaft und Industrieforschung. Mit Matthias Maurer und Alexander Gerst, der in Kürze der erste deutsche Kommandant der ISS sein wird, verfügt die ESA künftig über zwei aktive deutsche Astronauten.
 
Zur Sicherung einer weiterhin erfolgreichen  Entwicklung des Raumfahrtstandorts Deutschland setzt der BDLI auf die Fortsetzung des strategischen Dialogs zur langfristigen Ausrichtung der deutschen Raumfahrtpolitik. Richter führt aus: „Auch weiterhin müssen wir gemeinsam die Herausforderungen aufgreifen, die sich u.a. durch die sich wandelnde Raumfahrtlandschaft weltweit stellen. Wesentliche Aufgabe wird es sein, die nationale Raumfahrt für den Wettbewerb strategisch zu positionieren. Dabei spielen ein entsprechendes nationales Raumfahrtbudget und eine nationale Raumfahrtgesetzgebung, die die deutsche Industrie stützt, eine entscheidende Rolle.“