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Dresden

Mitteldeutsches Know-how unterstützt die Luft- und Raumfahrtbranche beim Abheben

11. Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen des BDLI-Regionalforums
11. Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen des BDLI-Regionalforums
„11. Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen“ in Dresden: Wichtige Plattform zur Vernetzung und zum Austausch regionaler Akteure / Digitalisierung als Schwerpunktthema

Wichtige Vertreter aus Deutschlands Luft- und Raumfahrtindustrie (u.a. Airbus, Rolls-Royce, Diehl Aerosystems, RUAG und Hutchinson Aerospace)  kommen heute zum jährlichen „Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen“ in Dresden zusammen, der zum 11. Mal in Folge veranstaltet wird. Das BDLI-Regionalforum, das Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen e.V. (LRT) und das BMWi laden gemeinsam zu diesem großen Branchentreffen ein. Die Veranstaltung steht in diesem Jahr unter dem Motto „Digitalisierung der Luft- und Raumfahrtrepublik Deutschland“. In hochrangig besetzten Podien und in Fachvorträgen werden richtungsweisende Fragestellungen der Branche aufgegriffen, die die künftige Entwicklung des Luft- und Raumfahrtstandortes Deutschlands betrachten und die Zukunftsthemen „Unbemanntes Fliegen“ und „Industrie 4.0“ aufgreifen. Daneben wird auch die Initiative Supply Chain Excellence über ihre Angebote zur Stärkung der Zulieferketten in der Luftfahrtindustrie informieren. Als besonderes Highlight bieten zudem Start-ups aus der Region wieder spannende Elevator-Pitches an. Zudem werden Unternehmen aus Sachsen und Thüringen ihr Leistungsspektrum in einer Industrieausstellung zeigen.

Andreas Sedlmayr, Vorsitzender des BDLI-Regionalforums und Mittelstandsbeauftragter des BDLI, betont: „Dem Zusammenspiel von regionalen und nationalen Akteuren unserer Industrie, die zu den hochinnovativen technologischen Schlüsselbranchen der deutschen Wirtschaft zählt, kommt gerade im harten globalen Wettbewerb eine hervorgehobene Bedeutung zu. Der intensive Austausch über zukunftsweisende Themen ist dabei unerlässlich: Die heutige Veranstaltung in Dresden greift mit dem Schlüsselthema „Digitalisierung“ und damit einhergehend mit den Zukunftsmärkten des unbemannten Fliegens und Industrie 4.0 strategische und erfolgsrelevante Bereiche für unsere Industrie auf und arbeitet deren Dimension für den Mittelstand heraus“. Sedlmayr fährt fort: „Sachsen und Thüringen zählen zu den exzellenten Wirtschaftsstandorten der deutschen Luft- und Raumfahrt. Wir freuen uns, heute mit 250 Vertretern unserer Branche am Standort Dresden aktiv diese Zukunftsthemen bei dem 11. Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen zu gestalten. Ein weiterer Höhepunkt des heutigen Tages wird die Industrie-Ausstellung bedeuten, die das hochinnovative Technologie-Know-How des pulsierenden und traditionsreichen Luft- und Raumfahrtstandortes Sachsen-Thüringen aufzeigt.“

Hier möchte auch die Bundesregierung ansetzen, weshalb das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) Mitveranstalter der Konferenz ist. Als Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt ist Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin im BMWi, heute in Dresden zu Gast. „Wir wollen den Unternehmen optimale Rahmenbedingungen schaffen, damit diese die Potenziale der Digitalisierung voll ausschöpfen können.“ Als Beispiele nennt sie u. a. das Luftfahrtforschungsprogramm (kurz: LuFo) der Bundesregierung. Seit bereits 1995 wird darüber die deutsche Luftfahrtindustrie mit einem eigenständigen Förderprogramm unterstützt. Fördermittel werden langjährig und damit für die Industrie und Forschung planbar zur Verfügung gestellt. Auch wird es laut Zypries am 29. Juni zum Schwerpunkt „Industrie 4.0“ einen Runden Tisch im BMWi geben. Mit Blick auf den „11. Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen“ sagt sie: „Ob 3D-Druck von Flugzeugteilen, optimierte Triebwerkswartung mit Big Data, virtuelle Produktentwicklung oder Robotik in der Raumfahrt – die Digitalisierung hat schon zu bahnbrechenden Veränderungen in der Luft- und Raumfahrt geführt. Und sicherlich ist dies nur die Spitze des Eisbergs. Für die Zukunft bietet die Digitalisierung enormes Entwicklungspotenzial.“ Dem Luft- und Raumfahrtstandort Sachsen/Thüringen räumt sie dabei große Bedeutung ein: „Für die Weiterentwicklung von Technik und Software in der Luft- und Raumfahrt spielen regionale Kompetenzen eine immer wichtigere Rolle. Mit Dresden sind wir auch 2016 an einem traditionsreichen Standort der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie und in einer Region zu Gast, in der IT-Innovation zuhause ist. In Sachsen und Thüringen gibt es eine Vielzahl leistungsfähiger und innovativer Zulieferer. Die Länder stehen zugleich für Kontinuität und Innovation.“

Dr. Wolfgang Göhler, Vorstandsvorsitzender des Kompetenzzentrums Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen e. V. (LRT), bestätigt diese Einschätzungen: „Die Unternehmen in unserer Region verfügen über ausgewiesene, umfangreiche Kompetenzen in den Bereichen Aus- und Umrüstung von Flugzeugen, Komponentenfertigung für Flugzeuge und Raumfahrtobjekte, Tests von Flugzeug- und Raumfahrtstrukturen, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben der Luft- und Raumfahrttechnik sowie Luftverkehr und Betreuung von Flugzeugen.“ Und auch der druckfrische „Branchenkatalog Luft- und Raumfahrtindustrie Sachsen“ zeigt es: Die hiesige Luft- und Raumfahrtindustrie gehört zu den Innovationstreibern in Sachsen. In 160 Unternehmen und Forschungseinrichtungen erwirtschaften 7.000 Mitarbeiter einen Umsatz von etwa 1,4 Milliarden Euro jährlich. „Bei den für die Luft- und Raumfahrt wichtigen Themen Leichtbau, Werkstoffforschung sowie Technische Textilien – Stricken 4.0 werden in Sachsen Weltstandards gesetzt“, so Göhler.

„Als jemand, der ursprünglich auch aus der Luft- und Raumfahrtbranche kommt, freue ich mich ganz besonders, dass der diesjährige „Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen“ in Dresden stattfindet. Denn in beiden Bereichen – Digitalisierung sowie Luft- und Raumfahrt – haben die Stadt und die Technologieregion Dresden eine Menge zu bieten“, sagt der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert. „Die gute Entwicklung der Luft- und Raumfahrtbranche in Dresden und der umliegenden Region konnte ich schon als Wirtschaftsbürgermeister begleiten und unterstützen. Die Stadt ist hier ein starker Partner an der Seite der Unternehmen.“

Mitteldeutsche Forschung für die Luft- und Raumfahrt

Im Bereich Forschung sind in der sächsischen Landeshauptstadt neben dem Institut für Luft- und Raumfahrttechnik an der Technischen Universität Dresden u. a. auch acht Fraunhofer-Institute vertreten, deren Forschungsschwerpunkte primär oder sekundär von Bedeutung für die technische Weiterentwicklung der Luft- und Raumfahrt sind. So liegt z. B. im Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS u. a. ein Schwerpunkt in der Entwicklung und industriellen Applikation von modernen Schweißverfahren zum effektiven Fügen von metallischen 3D-Bauteilen. Und das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM ist auf dem Gebiet der generativen Bauteilfertigung eine der führenden Forschungseinrichtungen Deutschlands. Hier werden z. B. Bauteile über 3D Metal Printing entwickelt. Zudem ist die Technische Universität Dresden einer der wenigen universitären Standorte in Deutschland, an dem der Fachbereich Luft- und Raumfahrttechnik angeboten wird.

Sächsische und thüringische Unternehmen als Zulieferer und Partner

Das Leistungsspektrum sächsischer und thüringischer Unternehmen, die im Bereich Luft- und Raumfahrtindustrie involviert sind, ist ebenfalls sehr breit. Hier einige Beispiele:

-  Wer schon einmal einen Flug mit defekter Toilette hinter sich gebracht hat weiß, wie wichtig das Thema Frisch- und Abwassersysteme in der Luftfahrt ist. Hier ist die Dresdner Firma AOA Apparatebau Gauting GmbH seit vielen Jahren Weltmarktführer.

-  Mit der Cotesa GmbH in Mittweida steht der Luftfahrtindustrie ein Experte für die serienmäßige Herstellung von leichten Faserverbundwerkstoffbauteilen zur Seite.

-  Auf die Entwicklung, Produktion und Installation von thermo-akustischen Isoliersystemen ist die OLUTEX Oberlausitzer Luftfahrttextilien GmbH in Seifhennersdorf spezialisiert und arbeitet dabei seit fast 20 Jahren mit Airbus zusammen.

- Die East-4D Carbon Technology GmbH in Dresden hat ein computergestütztes Produktionsverfahren entwickelt, welches eine kostengünstigere Serienherstellung von ultraleichten Composite-Bausteilen ermöglicht.

-  Die thüringische Jena-Optronik GmbH gehört zu den weltweiten Spitzenadressen im optischen Instrumentenbau für Weltraumanwendungen. Die Firma ist heute weltweit einer der wichtigsten Lieferanten von zuverlässigen und langlebigen Sensorsystemen.

-  Auch das Thema Drehen und Fräsen – Präzisionsarbeit mit CNC-Technik ist wichtig für die Luft- und Raumfahrtindustrie. Hierfür gibt es verschiedene Partner in Sachsen wie z. B. die PMG Precision Mechanics Group GmbH in Wilsdruff, die Käppler & Pausch GmbH in Neukirch, die NILES-SIMMONS Industrieanlagen GmbH in Chemnitz oder die PTF Pfüller GmbH & Co. KG in Stollberg.

Die Liste könnte noch weiter geführt werden und sie zeigt, auf welches Know-how und auf welche Erfahrung die Luft- und Raumfahrtbranche in Sachsen zurückgreifen kann. „Kooperationen, Austausch und Vernetzung werden in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen. Wer hier gut aufgestellt und offen ist, wird die Nase vorn haben. Deshalb bieten wir den regionalen Akteuren den jährlichen Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen als Plattform an“, erklärt BDLI-Regionalforumsleiter Andreas Sedlmayr.

Das aktuelle Programm des „11. Tag der deutschen Luft- und Raumfahrtregionen“ ist einsehbar unter: http://www.lrt-sachsen-thueringen.de/digitalisierung-der-luft-und-raumfahrtrepublik-deutschland/

Hintergrund:

Das Kompetenzzentrum Luft- und Raumfahrttechnik Sachsen/Thüringen e.V. (LRT) wurde 2001 gegründet. Das Netzwerk vertritt die Interessen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Luft- und Raumfahrtindustrie in Sachsen und Thüringen. Ziel aller Akteure ist die Stabilisierung und Stärkung der regionalen Kompetenzen im Bereich der Luft- und Raumfahrtindustrie.

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