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München

Medienpreis Luft- und Raumfahrt geht an fünf Journalisten für ihre Beiträge in Capital, Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk und Wirtschaftswoche. Sonderpreis für die Sächsische Zeitung

Wir gratulieren:  Stefan Geier, Jens Brambusch, Stephan Schön, Andreas Menn, Sebastian Kisters
Wir gratulieren: Stefan Geier, Jens Brambusch, Stephan Schön, Andreas Menn, Sebastian Kisters
Fünf Journalisten wurden am gestrigen Mittwochabend mit dem renommierten Medienpreis Luft- und Raumfahrt ausgezeichnet, den der Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus jährlich in den Kategorien Print, Hörfunk und Fernsehen und in diesem Jahr - erstmals - Online verleiht. Der Festakt fand im Museum der MTU Aero Engines in München statt.

Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt ist in drei Kategorien mit 5.000 Euro dotiert, die der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) stiftet. Die neue Preiskategorie Online wird von dem am bayerischen Luft- und Raumfahrtstandort Oberpfaffenhofen beheimateten Unternehmen Asto Future Accelerator unterstützt. Der Preis zeichnet Beiträge von Nicht-Fachjournalisten aus, die auch für Laien verständlich komplexe und oft komplizierte Themen der Luft- und Raumfahrt veranschaulichen.
Ausgezeichnet wurde der Print-Beitrag „Spacecowboys” von Jens Brambusch, veröffentlicht in Capital. Ein deutsches Start-up will ein neues Teleskop ins All schießen, das alle nutzen können. Einige Weltraum-Veteranen helfen mit.

Der Preis in der Kategorie Hörfunk geht an Stefan Geier vom Bayerischer Rundfunk für den Beitrag „Flugzeuge der Zukunft – In zwei Stunden sicher um die halbe Welt”. Fliegen wird sich künftig weiter verändern: noch schneller und entspannter.

Sebastian Kisters gewann mit seinem Beitrag „ESA – eine Mission zur Erforschung von Gravitationswellen”, gesendet vom Hessischen Rundfunk für das ARD Morgenmagazin die Kategorie Fernsehen. In mehreren Live-Schaltungen gelingt es dem Autor, ein kompliziertes Thema anschaulich zu erklären.
In der neuen Preiskategorie Online setzte sich Andreas Menn von der Wirtschaftswoche mit seinem Beitrag „Die Erde geht online“ durch. Wie Satelliten, Drohnen und Ballons die Erde mit drahtlosem Internetzugang versorgen sollen.

Einen Sonderpreis für Regionalzeitungen in Höhe von 2.000 Euro erhielt Stephan Schön von der Sächsischen Zeitung für seinen Beitrag „Sachsen 3D“. Er verdeutlicht, wie die Menschen konkreten Nutzen aus der Luft- und Raumfahrt ziehen. Radardaten aus dem All helfen, Strukturen und Gebäude zu vermessen. Ungewöhnlich und ansprechend: Der Ausgabe lag eine 3D-Brille bei.

Weitere Beiträge gewürdigt

Folgende nominierte Beiträge wurden bei dem Festakt außerdem hervorgehoben:

  • In der Kategorie Print der Beitrag „Traumziel Mars – Und hier sollen wir leben?” von Jürgen Bischoff (GEO) sowie „Abschied vom Helden” von Marco Evers (Spiegel)
  • In der Kategorie Hörfunk die Beiträge „Thermik und Nervenkitzel – Lautlos über die norddeutsche Tiefebene” von Tobias Nagorny (NDR) sowie „5. Dezember 1945: Flug 19 verschwindet – der Mythos Bermudadreieck entsteht” von Anne Preger (WDR)
  • In der Kategorie Fernsehen die Beiträge „Die Aufwindjäger” von Claude Alberth (SF 1 Schweiz) sowie „Der neue Blick von oben – wie moderne Luftaufnahmen unsere Wahrnehmung der Welt verändern” unter Redaktion von Martin Schneider (SWR für die ARD-Sendereihe W wie Wissen)
  • In der Kategorie Online die Beiträge „360°-Reportage “Handschlag mit dem Kosmonauten” von Stefan Geier (BR) sowie „Pluto Online Dossier!” von Heike Westram und ihrem Team (BR).

Preis wird auch 2017 ausgeschrieben

Der Medienpreis Luft- und Raumfahrt wird auch für das Jahr 2017 wieder ausgelobt. Eingesendet werden können Beiträge, die in einem deutschsprachigen Medium im Kalenderjahr 2016 erstmals veröffentlicht oder gesendet worden sind. Einsendeschluss ist Ende März 2017. Die Jury nominiert pro Kategorie die jeweils drei besten Beiträge. Die Bekanntgabe der ersten Preisträger erfolgt im Rahmen eines Festaktes im Spätherbst.

Hintergrund

Ausgeschrieben und verliehen wird der Medienpreis Luft- und Raumfahrt vom Verein zur Förderung des technisch-wissenschaftlichen Journalismus e.V. mit Sitz in der Deutschen Journalistenschule (DJS) in München. Unter dem Patronat des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI) ist diese unter deutschen Medien sehr begehrte Auszeichnung ein unabhängiger Branchenpreis, hinter dem ein breiter Zusammenschluss von Unterstützern aus der Luft- und Raumfahrt steht. Hervorgegangen ist der Preis aus dem 2004 vom europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (heute Airbus Group) gestifteten Ludwig-Bölkow-Journalistenpreis, der in Zusammenarbeit mit der Deutschen Journalistenschule verliehen wurde.

Die Jury

Der namhaften neunköpfigen Jury unter Leitung der Deutschen Journalistenschule (DJS) gehören folgende Mitglieder an:

  • Ulrich Brenner, ehemaliger Leiter der DJS
  • Klaus Peters, ehemaliger Pressesprecher von MBB, heute Airbus
  • Peter Pletschacher, Präsident des Luftfahrt-Presse-Clubs und Leiter des Aviatic-Verlags
  • Mercedes Riederer, Chefredakteurin Hörfunk des Bayerischen Rundfunks
  • Peter Sartorius, lange Jahre Leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung
  • Prof. Dr. Horst Schmidt-Bischoffshausen, ehemals Forschungsabteilung der EADS, heute Airbus
  • Christoph Steinkamp, Programm Manager ProSiebenSat.1
  • Volker K. Thomalla, Chefredakteur BART international und Geschäftsführer German Business Aviation Association
  • Vanessa Wormer, Süddeutsche Zeitung

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.medienpreis-luft-und-raumfahrt.de