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Luftfahrtindustrie setzt auf digitale Innovationen und Industrie 4.0

Die Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries (1. Reihe, Mitte) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Runden Tisch Luftfahrtindustrie  © BMWi/Susanne Eriksson
Die Parlamentarische Staatssekretärin Brigitte Zypries (1. Reihe, Mitte) mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Runden Tisch Luftfahrtindustrie © BMWi/Susanne Eriksson
Unter Leitung der Koordinatorin der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt und Parlamentarischen Staatssekretärin Brigitte Zypries kam heute der Runde Tisch Luftfahrtindustrie zu seiner fünften Sitzung im BMWi zusammen. Schwerpunktthema waren die Chancen von Digitalisierung und Industrie 4.0 für die Luftfahrt.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Industrie, Betriebsräten, Luftfahrtforschung sowie aus den Bundesländern betonten die große Bedeutung innovativer, digitaler Technologien für das Flugzeug der Zukunft. Digitalisierung spielt eine immer größere Rolle auf allen Stufen der Wertschöpfung in der Luftfahrt - von der Entwicklung über die Produktion bis hin zu Betrieb und Wartung.

Parlamentarische Staatssekretärin Zypries: "Es ist gut, dass die Luftfahrtindustrie die Chancen der Industrie 4.0 aktiv ergreift und die Betriebsräte sich an diesem Prozess intensiv beteiligen. Industrie 4.0 und der Einsatz digitaler Innovationen sind für die deutsche Industrie unerlässlich, um weiterhin erfolgreich auf dem globalen Wachstumsmarkt des Luftverkehrs zu sein. Dies unterstützen wir, zum Beispiel mit gezielten Investitionen in Forschung und Entwicklung aus unserem Luftfahrtforschungsprogramm LuFo."

Volker Thum, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), führt aus: "Die Luftfahrtindustrie ist die Speerspitze der Innovation. Dies gilt in besonderem Maße für die Digitalisierung und damit für die Zukunft des Industriestandortes Deutschland. Darum haben wir heute das zukunftsweisende Konzept 'Luftfahrtindustrie 4.0' präsentiert Mit dieser Strategie zeigen wir, wie wir in Deutschland unsere Position im harten internationalen Wettbewerb behaupten wollen. Wir werden diesen Prozess gemeinsam mit der Bundesregierung zielgerichtet umsetzen. Wichtige erste Schritte hin zur 'Luftfahrtindustrie 4.0' sind bereits erfolgt, etwa mit dem kürzlich eröffneten Zentrum für angewandte Luftfahrtforschung in Hamburg."

Jürgen Kerner, Vorstandsmitglied und Hauptkassierer der IG Metall: "Der Runde Tisch bestätigt mich in der Einschätzung, dass wir in der Luftfahrtindustrie beispielhaft die produktive Verbindung,von Industrie 4.0 und guter Arbeit 4.0 entwickeln und umsetzen können. Die Verzahnung von Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 unter Mitwirkung von Betriebsräten und Gewerkschaft muss handlungsleitend werden - in den Unternehmen, in der Aus- und Weiterbildung, in der Forschung, in der öffentlichen Förderung und in realen Projekten, die jetzt starten."

Der Runde Tisch Luftfahrtindustrie trat erstmals im Dezember 2014 zusammen und hat seither wesentliche Branchenthemen wie die Situation der deutschen Luftfahrtzulieferer oder die Perspektiven für Forschung und Entwicklung in Deutschland behandelt. Ziel ist es, mit den Stakeholdern der Branche in einem kontinuierlichen Dialog zu bleiben, um gemeinsam die Weichen für die Zukunft des Luftfahrtstandorts Deutschland richtig zu stellen.