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Berlin

Die Luft- und Raumfahrt punktet mit Vielfalt, Sicherheit und großer Faszination

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Einmal so frei sein wie ein Vogel, leicht schwebend wie ein Schmetterling die Welt erkunden, erhaben wie ein Falke in luftiger Höhe die Menschen so klein wie Ameisen sehen. Die Faszination, die vom Fliegen ausgeht ist wahrscheinlich ebenso alt wie die Menschheit selbst. Uns sind viele motivierte, jedoch oft erfolglose Flugversuche etlicher ›Pioniere‹ bekannt.

Wer bereit ist, sein Leben zu opfern, um einmal die Welt aus der Vogelperspektive zu betrachten, muss diese Faszination gespürt haben. Glücklicherweise gab es viele dieser Überflieger und dankenswerter Weise gab es auch irgendwann die technischen und materiellen Voraussetzungen für erfolgreiches Fliegen. Mit Fallschirmen und Heißluftballons, in Propellermaschinen, Flugzeugen und Helikoptern – das reicht der Menschheit nicht aus. Wir wollen noch höher hinaus, mit Raketen: Erst weit über den Wolken auf verschiedenen Planeten mitten im Weltall, erst dort ist im Moment die Grenze gezogen. 

Ohne die Leistungen der Luft- und Raumfahrtbranche wären diese Höhenflüge unmöglich. »Schließlich gilt die Luft- und Raumfahrt als Hoch- und Spitzentechnologiebranche und als wesentlicher Treiber für Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts«, betont Gundula Lenz. Die Referentin für Personalmarketing am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) fügt hinzu, dass gerade die Arbeit an zukunftsorientierten Themen mit meist hoher gesellschaftlicher Relevanz den Reiz der Branche ausmacht. 

Besonders Absolventen der Ingenieurwissenschaften wie Maschinenbau, Mechatronik oder Werkstoffwissenschaften und der Naturwissenschaften, etwa Physik, Chemie oder Geowissenschaften können in der Luft- und Raumfahrt tätig werden. Das DLR sucht jedoch aufgrund der hohen Interdisziplinarität der Branche auch Medizin- und Psychologieabsolventen. Besonders gesucht werden »Teamplayer, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und Begeisterung für exzellente Forschung in Luft- und Raumfahrt oder auch Energie oder Verkehr mitbringen«, fügt die 36-Jährige hinzu. 

Unerlässlich sind zudem gute Englischkenntnisse, denn in vielen Projekten arbeiten die Mitarbeiter des DLR eng mit Teams aus internationalen Forschungszentren und Unternehmen zusammen. Beispielsweise im Projekt Access-II, bei dem NASA, DLR und das kanadische National Research Council (NRC) bei gemeinsamen Flugversuchen kooperieren. Hierbei sind nicht nur sprachliche Fähigkeiten, sondern auch eine international ausgerichtete Denkweise eine wichtige Anforderung an die Mitarbeiter. Dabei können Absolventen schnell Verantwortung übernehmen und ein Großprojekt von der Planung bis zum erfolgreichen Abschluss begleiten. Solch ein Projekt kann sich beispielsweise mit der Entwicklung von Technologien und Konzepten für emissionsarme Flugzeuge, der Umweltbeobachtung aus dem All oder modernen Verkehrsmanagementsystemen beschäftigen. 

 

Die Einsatzmöglichkeiten im DLR reichen von der Grundlagenforschung bis hin zur konkreten Anwendung. Hierbei stehen Absolventen nicht selten vor großen technischen Herausforderungen. »Gerade in der Raumfahrt hat man als Berufseinsteiger die Möglichkeit, wirkliches Neuland zu entdecken und an den Grenzen des Machbaren zu arbeiten – und zwar in allen Kernbereichen der Weltraumforschung wie beispielsweise der Beobachtung der Erde und ihrer Ökosysteme oder der satellitengestützten Kommunikation und Navigation«, betont Lenz. Zudem ist die Luft- und Raumfahrtbranche Technologie-Treiber, in der neue Materialien und Werkstoffe, Produktions- sowie Simulationsverfahren oder neue Bio-Treibstoffe entwickelt werden. 

Um diesen Aufgaben gewachsen zu sein, sollte jeder Bewerber Begeisterung für Produkte und Technologien der Luft- und Raumfahrt mitbringen, rät Cornelia von Ammon, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V. (BDLI). Das hierfür nicht immer ein ingenieurwissenschaftliches Studium Voraussetzung ist, zeigt sich am Beispiel des früheren BDLI-Präsident und jetzigen CEO der Airbus Group: Dr. Thomas Enders ist Major der Reserve und promovierter Politikwissenschaftler – somit also nicht der klassische Luft- und Raumfahrtingenieur und hat es in der Branche dennoch nach ganz oben geschafft. »Schließlich sind die Möglichkeiten des Quereinstiegs und des Wechsels zwischen einzelnen Industriebranchen, aber auch zwischen Wissenschaft und Industrie ausgeprägt und vielfältig«, fügt die 43-Jährige hinzu. Wer also Interesse für die Luft- und Raumfahrt mitbringt, sollte sich nicht abschrecken lassen, schließlich etwarten Interessenten faszinierende und gesellschaftliche High-Tech-Produkte: »Das weltweite Wirtschafts- und Handelssystem ist ohne die Luftfahrt mit ihren weltumspannenden Verkehrsmitteln mit den schnellsten Verbindungen nicht mehr vorstellbar«, betont von Ammon. 

Folglich befindet sich die Luftfahrtindustrie weiterhin auf Wachstumskurs und verfügt über positive Zukunftsperspektiven. In den letzten zehn Jahren sind rund 30.000 Arbeitsplätze entstanden, die Suche nach geeigneten Nachwuchskräften und deren Aus- und Weiterbildung wird somit zum wichtigen Aspekt für den Sektor. Schließlich erwartet die Branche für die kommenden zwei Jahrzehnte einen Bedarf an rund 30.000 Großflugzeugen weltweit. »Heute fliegen bereits eine Milliarde Menschen, während sechs Milliarden Menschen noch nie geflogen sind – dieses Verhältnis wird sich in den nächsten Jahren ändern«, prophezeit die Expertin. Mit einem Auftragsvolumen von 6.386 Flugzeugen, das etwa 847 Milliarden Euro entspricht, ist die Auslastung für die kommenden zehn Jahre gesichert. »Diese Auftragsreichweite sichert Arbeitsplätze und dürfte ein Alleinstellungsmerkmal dieser Branche darstellen«, fügt von Ammon hinzu. Lenz vom DLR kann diese rosigen Zukunftsaussichten nur bestätigen, steigende Umsatz- und Beschäftigtenzahlen spiegeln die positive Entwicklung wider. 

Das DLR schreibt für Hochschulabsolventen jährlich rund 400 Stellen für den Direkteinstieg im wissenschaftlichen Bereich aus. Die Luft- und Raumfahrtbranche kann jedoch nicht nur mit vielfältigen Möglichkeiten und exzellenten Zukunftsperspektiven punkten, sondern auch aufgrund der großen Faszination, die diese Branche umgibt. Die Landung von Philae, dem ersten Landeroboter, der im Rahmen einer Raumfahrt-Mission auf einem Kometen aufsetzte, schrieb ebenso Geschichte wie die atemberaubenden Bilder, die Geophysiker und Astronaut Alexander Gerst von der Internationalen Raumstation ISS veröffentlichte. Aufgrund seiner wichtigen wissenschaftlichen Arbeit und seinem Engagement im Weltraum wurde ihm sogar das Bundesverdienstkreuz verliehen. 

Die Luft- und Raumfahrt genießt hohes Ansehen in der Bevölkerung – schließlich tragen die Arbeiten laut einer Studie unter anderem zur Erweiterung des menschlichen Wissens, dem besseren Schutz des Planeten, dem Finden neuer Energiequellen und Rohstoffe sowie der Förderung von Innovation und wirtschaftlicher Entwicklung bei. 

Quelle: www.audimax.de – Die Jobbörse für Akademiker