KW 44

Für einen sichereren Drohnenflug

Der ummantelte Drohnenpropeller von Cooper Copter
Der ummantelte Drohnenpropeller von Cooper Copter
Drohnen werden immer beliebter. Ob privat als Spielzeug oder kommerziell als Überwachungskamera oder Paketbote – die Verwendungsmöglichkeiten sind vielfältig. Doch die unbemannten Flugkörper können auch gefährlich sein. Insbesondere mit ihren meist freiliegenden Rotoren können sie Menschen verletzen oder Schäden anrichten. Das Hamburger Unternehmen Cooper Copter will das ändern und entwickelt aktuell einen ummantelten Propeller für Drohnen. Die revolutionäre Entwicklung könnte dem boomenden Drohnenmarkt noch einen zusätzlichen Schub verleihen.

Das Projekt läuft bei Cooper Copter unter dem Namen „Drone Thruster CMO T4“. Die Innovation soll Drohnenantriebe grundsätzlich verändern. Wo bislang vier bis acht offene Propeller die Geschwindigkeit und Richtung einer Drohne steuern, befinden sich künftig umschlossene Rotoren. Sie sehen auf den ersten Blick aus wie die Miniaturnachbildung einer Flugzeugturbine. Anders als eine solche fest verankerte Turbine sind die Drohnenantriebe jedoch schwenkbar – so können sie die Drohnen sowohl senkrecht starten lassen als auch im schnellen Flug horizontal vorantreiben.

Sicherer, stabiler, kleiner

Die ummantelten Propeller minimieren die Verletzungsgefahr auf ein Minimum. Zugleich schützt die Ummantelung den Propeller vor äußeren Einwirkungen. Stößt die Drohne beispielsweise an eine Wand oder an Kabel, führt dies nicht mehr zum Absturz. Hinzu kommt: Der neuartige Antrieb reagiert schneller und präziser auf Richtungs- oder Geschwindigkeitsänderungen. Der Flug der Drohne wird dadurch insgesamt stabiler. Und der neuartige Antrieb ermöglicht es dank größerem Schub außerdem, Drohnen noch deutlich kleiner zu bauen.

Mehr Einsatzmöglichkeiten für Drohnen

Mit dem neuartigen Antrieb will Cooper Copter den Drohnenmarkt aufmischen. Der ummantelte Propeller soll auf alle gängigen Drohnenmodelle passen, auch ältere Modell können nachgerüstet werden. Das Unternehmen hat inzwischen ein internationales Patent beantragt und sammelt aktuell Investoren, um das Konzept weiterzuentwickeln und zur Marktreife zu bringen. Für 2018 ist der erste Prototyp und der Jungfernflug geplant, ab 2019 soll in es in die Serienproduktion gehen.