Verbandsnachrichten
| BDLI erwartet stärkere Förderung der Luftfahrtforschung |
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| BDLI-Geschäftsführer Gante: Nur mit intensiver Forschung können wir im Wettbewerb bestehen |
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Berlin, 16.02.2006
Die Luft- und Raumfahrtindustrie braucht eine stärkere Förderung der zivilen Luftfahrtforschung. Dafür sollte das Luftfahrtforschungsprogramm der Bundesregierung neu aufgelegt und sein Volumen erhöht werden, sagte der Präsidialgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Hans-Joachim Gante, in Berlin: „Wir benötigen für die zivile Luftfahrtforschung eine deutliche stärkere öffentliche Förderung von 50 Millionen Euro pro Jahr. Nur dann können wir die notwendigen Forschungsleistungen erbringen, um im immer härteren globalen Wettbewerb zu bestehen“. Der BDLI hat heute in Berlin ein Positionspapier zur zivilen Luftfahrtforschung vorgestellt. Das neue Luftfahrtforschungsprogramm (LuFo) IV soll demnach das in diesem Jahr auslaufende LuFo III ablösen, das bisher ein Volumen von durchschnittlich 32 Millionen Euro pro Jahr hatte. Das LuFo IV soll von 2007 bis 2012 laufen. Der BDLI veranstaltet heute in Berlin zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt (DGLR) das „Technologieforum“, eine Konferenz zu den Perspektiven für zivile Luftfahrtforschung. „Die großen Erfolge der deutschen Luftfahrtindustrie konnten wir nur erreichen, weil wir konsequent und nachhaltig mit öffentlicher Unterstützung in Forschung und Entwicklung investiert haben“, so Gante weiter. Zu den Erfolgen bisheriger Luftfahrtforschungsprogramme würden das Laserschweißverfahren bei Airbus oder der Hochruckverdichter der MTU gehören, mit dem besonders sparsame Triebwerke ermöglicht würden. „Besonders wichtig ist die Förderung für kleine und mittelständische Unternehmen“, so Gante. Da diese Unternehmen zunehmend Entwicklungsrisiken übernehmen müssten, seien viele von ihnen kaum noch in der Lage, Forschungsleistungen selbst zu finanzieren. „Die Förderung von Luftfahrtforschung ist aktive Mittelstandsförderung“, sagte BDLI-Präsidialgeschäftsführer Hans-Joachim Gante. Auch der Vorsitzende der Geschäftsführung von Airbus Deutschland GmbH, Gerhard Puttfarcken, betonte die Arbeitsplatzwirksamkeit von Forschungsförderung: „Forschung und Technologie haben nachweislich Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Es sind damit auch enge Netzwerke zwischen Airbus, Ausrüstungsindustrie und wissenschaftlichen Institutionen entstanden“. Der Luftverkehr werde weiter wachsen und biete ein gewaltiges Potential für die Luftfahrtindustrie. „Nur mit Investitionen in Forschung und Technologie werden wir dieses Potential auch im europäischen Vergleich nutzen können“, so Puttfarcken. Aus Sicht des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist die Luftfahrtforschung in Deutschland zu einem „Exzellenzverbund aus Industrie, Hochschulen, Forschungsinstituten und DLR zusammen gewachsen“. Das sagte Joachim Szodruch, Vorstandmitglied des DLR und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt DGLR). Szodruch mahnte eine noch engere Zusammenarbeit an: „Die zukünftigen Herausforderungen und Chancen der Luftfahrt werden nur in dieser strategischen Partnerschaft zum Erfolg geführt werden können“, so Szodruch weiter. |
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